Den Boden gesund und frisch halten

Schöne Pflanzen im eigenen Garten und Wachstum in den Beeten – der gärtnerische Erfolg im Grünen hat einen gemeinsamen Nenner: den Boden.

Er ist das wesentliche Element, Nährstofflieferant, Wasserspeicher und stabiler Halt in einem. Aber nicht nur seine Beschaffenheit ist ausschlaggebend, auch der Gärtner an sich kann viel dazu beitragen, wenn er einige Tipps beherzigt und sich um sein Erdreich kümmert. Denn Gartenarbeit macht nicht nur Spaß, sie ist auch gut für die Gesundheit – erst Recht mit den richtigen Werkzeugen!

Eine Übersicht, wann welche Bodenarbeiten durchgeführt werden sollten, liefert Ihnen zunächst unser Gartenkalender, den Sie auch als PDF herunterladen können:

Den Boden kennenlernen

Ohne einen gesunden Boden können Rasen, Pflanzen & Co nicht richtig gedeihen. Deshalb sollten Sie zunächst wissen, welche Bodenverhältnisse in Ihrem Garten vorherrschen. Generell lassen sich vier klassische Hauptbodenarten unterscheiden: Sand, Schluff, Ton und Lehm. Logischerweise haben die jeweiligen Böden auch verschiedene Eigenschaften – was mineralische, organische Bestandteile oder Belastbarkeit betrifft – die sich mehr oder weniger gut eignen, wie die nachfolgende Tabelle zeigt:

Weiterhin lassen sich Böden hinsichtlich ihrer Bearbeitbarkeit unterscheiden: So bezeichnet man sandige Böden als leichte Böden, während tonige bis lehmige Böden als schwere Böden bezeichnet werden.

Leichte, sandige oder zu wenig wasserspeichernde Böden …

… lassen sich zwar sehr gut bearbeiten, transportieren Wasser und Nährstoffe sehr gut und wärmen sich schnell auf. jedoch können sie Wasser und Nährstoffe nicht ausreichend speichern, wodurch Pflanzen „verhungern“ können.

– Um den Humusgehalt des Bodens zu erhöhen, können Sie Kompost oder organischen Dauerdünger einarbeiten.

– Um den Wasserverlust zu verringern und die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens zu erhöhen, ist es insbesondere für Beeten empfehlenswert sie mit Rindenmulch zu bedecken.

Schwere, lehmige oder verdichtete Böden …

… sind als Wasser- und Nährstoffspeicher besonders gut für den Garten- und Landschaftsbau geeignet. Jedoch werden Wasser und Nährstoffe nicht ideal transportiert, was die Gefahr von Staunässe mit sich bringt. Ebenfalls können sie schnell schlammig werden oder bei langer Sonneneinstrahlung sehr schnell austrocknet.

– Sand oder Kompost einarbeiten, somit entstehen Hohlräume durch die der Boden wieder atmen kann.

– Bei starken Verdichtungen können Sie den Boden vor dem ersten Frost umgraben und die Erdklumpen frei liegen lassen. Durch die Ausdehnung des gefrorenen Wassers „sprengt“ der Frost die Klumpen ganz von alleine.

5 Tipps für einen besseren Boden

Nicht nur eine optimale Bodenmischung macht den gärtnerischen Erfolg aus. Auch Sie selbst können mit verschiedenen Maßnahmen dazu beitragen und Ihren Boden das ganze Jahr über gesund und frisch halten. Und das ist gar nicht so schwierig, wenn man einige Grundregeln beachtet sowie die richtigen Gartenwerkzeuge auswählt.

1. Gartenboden aufreißen

Wenn der Boden nach dem Winter durch die Sonnenstrahlen erwärmt wird, verdunstet das angesammelte Wasser. Nun besteht die Gefahr, dass der Boden durch Sonne und Frühjahrswinde verkrusten und Beete austrocknen können. Damit das Wasser nun wieder leichter eindringt und der Boden atmen kann, ist es notwendig, die oberste Bodenkruste gründlich aufzureißen. Somit halten Sie die Feuchtigkeit im Boden und schaffen ideale Bedingungen für neues Wachstum.

Tipp: Als Werkzeuge eignen sich Wiedehopfhacke und Cultivator.

2. Den Boden lockern

Für ein ideales Wachstum, darf der Boden nicht grob, fest oder verkrustet sein. Deshalb sollten Sie Ihren Boden immer wieder auflockern. Denn die gelockerten Erdschichten können Wärme, Luft, Wasser und Nährstoffe leichter aufnehmen. Gleichzeitig wird der Boden optimal auf das Düngen vorbereitet wird – am besten nutzen Sie naturverbundenen Düngemitteln um dem Boden immer wieder ausreichend Nährstoffe zuzuführen.

Tipp: Als Werkzeuge eignen sich Gartenhäckchen und Grubber.

3. Mitesser beseitigen

Unkraut ist der Feind aller Gärtner – denn sie nehmen ihren Pflanzen wichtige Nährstoffe und Wasser. Deshalb sollten Sie durch regelmäßiges Jäten Ihre Pflanzen vor ungeliebten Mitessern schützen. Bei den meisten Unkräutern hilft das einfache Aus- oder Abreißen nicht viel – sie müssen mit der ganzen Wurzel ausgerissen oder ausgestochen werden, sonst kommt man mit dem Jäten nicht mehr hinterher, weil sie immer wieder neu austreiben.

Tipp: Als Werkzeuge eignen sich Unkrautstecher, Löwenzahnzieher und Fugenmesser.

4. Den Garten säubern

Um den Garten winterfest zu machen und der Ansiedlung von neuem Unkraut vorzubeugen, sollten Sie gegen Ende des Jahres Ihren Boden von Laub, Moos, und ähnlichem befreien. Falls sie auf dem Boden liegen bleiben, sind sie ein idealer Nährboden für Schädlinge und beeinträchtigen das Pflanzenwachstum.

Tipp: Als Werkzeuge eignen sich Laubrechen und Rasenrechen.

5. Vor dem Winter umgraben

Insbesondere bei schlechten Böden oder frisch anzulegende Gärtnen ist es empfehlenswert den Boden umzugraben, bevor der erste Frost kommt. Somit unterstützt man das sogenannte „Frostgaren“ – ein Prozess bei dem Wasser in die Erde fließt, gefriert und Erdbrocken „sprengt“. Das Schmelzwasser kann nun viel besser in die neu entstandenen, gelockerten Zwischenräume fließen, gleichzeitig können die Wurzeln leichter und tief in den Boden eindringen.

Tipp: Als Werkzeuge eignen sich Spaten und Spatengabel.